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Jahre Freiwillige Feuerwehr Kassel Bettenhausen-Forstfeld
Otto Brunsch, Brandmeister; Albert Gasterstädt; August Scherf; Fritz Bergmann; Josef Heikamp; Albert Josef Heuhn; Albert Nahhöfer; Bernhardt Goßmann; Alfred Putzer; Wilhelm Hinterweller; August Schulte Im Laufe des Jahres 1945 wurde von der Amerikanischen Stadtkommandantur der Aufbau des Feuerschutzes der Stadt Kassel wieder genehmigt. Brandmeister Otto Brunsch beantragte über die sich nun im Aufbau befindliche Berufsfeuerwehr und der Amerikanischen Stadtkommandantur die Gründung unserer Feuerwehr und bat um die Mithilfe beim Aufbau. Unter dem Namen "Freiwillige Feuerwehr Fieseler Siedlung" begann er, zwar noch inoffiziell mit der Arbeit und organisierte mit den oben genannten Kameraden die ersten Übungs- und Dienststunden. Die erste Unterkunft war in der Stegerwaldstraße bei Kohlen Kimm. Als Uniform trug man eine graue Kombi (Leinensack) mit amerikanischen Feuerwehremblem auf dem linken Arm und als Kopfbedeckung diente eine Skimütze. Der erste Versammlungsort war die Gaststätte Schweizer an der Kreuzung Ochshäuser- / Lilientalstraße. So wurde uns der Gründungsverlauf unserer heutigen Freiwilligen Feuerwehr Kassel Bettenhausen Forstfeld bei einer Zusammenkunft mit den ehemaligen Wehrführern Paul Schröder und Ferdinand Scherb, dem Stadtbrandinspektor a.D. Richard Freudenstein und Peter Pütz geschildert. Da von den Gründungsmitgliedern leider keiner mehr lebt, mussten wir uns außerdem auf einige wenige alte Akten verlassen, aus denen hervorging, das die Gesamtstärke der Wehr 21 Mann betrug. Dem ersten offiziellen Vorstand gehörten folgende Kameraden an:
Folgende Brandmeister und Wehrführer lenkten die Geschicke unserer Wehr vom Auf-bau bis zum heutigen Tag :
10. Martin Kahl seit 05.02.2005
Im laufe des Jahres 1953 wurde die Freiwillige Feuerwehr Fieseler Siedlung in Freiwillige Feuerwehr Kassel Bettenhausen Forstfeld umbenannt. Trotz aller Schwierigkeiten wurde einiges geleistet. Problematisch wurde es immer dann wenn der Tragkraftspritzenanhänger bewegt werden musste, weil ein Fahrzeug noch nicht zur Verfügung stand. Bei Einsätzen, Wettkämpfen und anderen kameradschaftlichen Veranstaltungen war man immer auf die Unterstützung der Berufsfeuerwehr oder einer anderen Freiwilligen Feuerwehr der Stadt angewiesen. Im Notfall wurde der Anhänger aber auch per Hand bewegt. Im März 1967 bemühten wir uns erneut um eine eigene Unterkunft im alten Bunker des Lettenlagers. Wegen zu hoher Umbaukosten wurde dieses jedoch abgelehnt. So ging es weiter bis zum August 1968, da stellte man uns das alte Wirtschaftsgebäude des Altenheim am Lindenberg, Faustmühlenweg 31, zur Verfügung. Damit ging die 23 jährige Suche nach einer eigenen, geeigneten Unterkunft zu Ende. In den folgenden Jahren bauten wir die Notunterkunft in Eigenarbeit von vielen tausend Stunden und Unterstützung der Stadt Kassel, die uns das benötigte Baumaterial zur Verfügung stellte, dem Land Hessen und der Hessischen Brandversicherungsanstalt zu unserem heutigen Schmuckstück um. Aus Schweine- und Pferdestall wurden Fahrzeughallen, den Heuboden richteten wir zu einem Jugend- und Unterrichtsraum her. An dem Gebäude gab es nichts was nicht umgebaut oder ausgebaut werden musste. Vom 26. bis 28.06.1970 feierten wir unser 25jähriges Jubiläum. Unter der Wehrführung des Kameraden Paul Schröder war diese, erstmals größere Veranstaltung, für die Bevölkerung unseres Stadtteils und unserer Wehr ein großes Erlebnis. Es dauerte aber noch einige Jahre bis uns der Bund ein Katastrophenschutzfahrzeug (LF16TS) zur Verfügung stellte. Was für den Brandschutz in unserem Stadtteil ein großer Fortschritt war. 1974 wurde der Fahrzeugbestand um 2 Tanklöschfahrzeuge (TLF8) erweitert. Hierdurch waren die Einsatzmöglichkeiten unserer Wehr erweitert, weil ein schneller Löschangriff möglich wurde. 1977 wurde unter Wehrführer Rudi Denzin unsere Jugendfeuerwehr gegründet, als Jugendwart wurde Reinhold Schröder eingesetzt. Wehrführer Rudi Denzin beantragte erstmals 1979 ein kommunales Löschgruppenfahrzeug für unsere Wehr. Die Kameradschaftspflege zu anderen Feuerwehren wurde weiter ausgebaut. Auf Einladung ihres ehemaligen Wehrführers und unserem damaligen Jugendwartes Reinhold Schröder besuchte uns 1981, nach einer Werksbesichtigung bei VW, die Freiwillige Feuerwehr Arzell (Kreis Fulda). Im selben Jahr nahm unsere Jugendfeuerwehr an der Hessenmeisterschaft in Fulda teil. Die Feuerwehr Arzell stellte uns schon einen Tag vorher ihren Übungsplatz, sowie Übernachtungsmöglichkeiten und die Verpflegung zur Verfügung. Dank dieser guten Vorbereitung und einem sehr guten Ausbildungsstand unserer Jugenwehr wurden wir Hessenmeister. Ungarn war das Ziel einer Vereinsfahrt 1981. Die Kameraden des Ortes Kurd zeigten ihr Können bei einer Schauübung. Interessiert schauten wir ihnen über die Schulter und mussten erstaunt feststellen, dass sich ihre Vorgehensweise zu unserer Ausbildung deutlich interschied. Im Jahre 1985 beging unsere Wehr unter Wehrführer Rudi Denzin ihr 40jähriges Bestehen. Zu diesen Anlass bekamen wir endlich das langersehnte Löschgruppenfahrzeug (LF8). 1987 nahm die Freiwillige Feuerwehr Lich-Bettenhausen mit uns Kontakt auf weil sie bundesweit ihre Namensvettern kennenlernen wollte. Daraufhin erfolgte ein Besuch der Jugendfeuerwehr von Lich-Bettenhausen bei uns. Höhepunkt der zwei Tage war eine Stadtrundfahrt mit Besichtigung von Herkules und der Löwenburg. Kaffee, Kuchen und eine rege Unterhaltung über die zwei Tage bildete den Abschluss des Besuches. Im darauffolgenden Jahr nahm unsere Einsatzabteilung an dem 50jährigen Jubiläum der Freiwillige Feuerwehr Lich-Bettenhausen teil. In den 80er Jahren unternahm die Einsatzabteilung zwei Studienfahrten nach Berlin. 1995 war das Jahr unseres 50jährigen Bestehens, die Jubiläumsfeier führten wir unter dem Wehrführer Michael Spahn im Rahmen einer Kirmes durch. So entstand die so genannte "Bärenkirmes" in Bettenhausen-Forstfeld. Sie wurde über Jahre auf der Wiese am Haus Forstbach veranstaltet. Trotz sehr guter Besucherzahlen, die aber von Jahr zu Jahr leider nachließen und obwohl sich die Aus- und Einnahmen gerade noch deckten, machten wir 2002 mit der 8. Kirmes aus Kostengründen Schluss. 1996 und 97 machte die Einsatzabteilung unserer Wehr zweimal den Abflug nach Bulgarien an das Schwarze Meer. Hier wurde unter anderen auch der Kontakt zu den dortigen Feuerwehren aufgenommen, um sich über die Technik der Bulgarischen Kameraden bei der Brandbekämpfung zu informieren. Diese Aufenthalte am Schwarzen Meer waren mit Sicherheit einer der Höhepunkte in unserer Feuerwehr,denn es wird noch heute sehr oft über diese Veranstaltung gesprochen. Nach der Beendigung der Bärenkirmes fehlte unserer Wehr eine stadtteilaktive Tätigkeit, doch sofort hatte Michael Spahn eine im Sinne des Wortes zündende Idee: Wir machen ein Osterfeuer. Gesagt, getan! 2003 machten wir zum ersten Mal ein Osterfeuer im Bereich Lindenberg Straße auf der Wiese am Wahlebach. Diese Veranstaltung ist bis heute noch ein Anziehungspunkt für jung und alt. Aber was wäre ein Rückblick, wenn nicht auch von Tiefpunkten berichtet würde. Es gab einen rabenschwarzen Tag in der Geschichte der Feuerwehr Bettenhausen-Forstfeld. In der Nacht vom 11.01.2003 zum 12.01.2003 verursachte ein Kurzschluss in der Elektrik einen Dachstuhlbrand. Die Flammen verursachten einen sehr hohen Schaden, der teilweise nicht mehr zu ersetzen ist. Dieses war ein Schock für uns alle. Dank vieler tausend Stunden unserer Kameraden und dem engagierten Einsatz von Frank Spahn und Christel Rabe können wir heute wieder stolz auf unser Feuerwehrhaus sein. Anfang 1989 wurde unser altes Löschgruppenfahrzeug (LF16TS) gegen ein neues ausgetauscht. Aber auch in unserem Fahrzeugpark gab es Änderungen, so gaben wir unser LF 8 an eine andere Freiwillige Feuerwehr ab, bekamen aber dafür 2003 ein, in guten Zustand, gebrauchtes HLF der Berufsfeuerwehr Kassel welches wir im März 2005 wieder durch Abgabe an eine andere Freiwillige Feuerwehr, gegen ein neueres tauschten. Somit stehen seitdem folgende Fahrzeuge zur Verfügung :
Die Chronik wurde zum 50jährigen Bestehen 1995 verfasst und zum 60jährigen Bestehen 2005 fortgeschrieben. Daher können die Mitgliederzahlen und Fahrzeug-typen vom aktuellen Stand der HP abweichen. |